Afrika
Algerien


Hauptstadt: Algier
Staatsform: Republik
Größe: 2.381.741 km²
Einwohner: 41,7 Mio.
Zeitzone: UTC+1
Währung: Algerischer Dinar (DZD)
Sprachen: Arabisch, Berberisch
Kurzbeschreibung:
Algerien ist ein nordafrikanisches Land, dessen Küste durch das Mittelmeer begrenzt wird und dessen Landesinneres zur Sahara gehört. Viele Reiche haben hier ihre Spuren hinterlassen, etwa die altrömischen Ruinen im Küstenstädtchen Tipaza. In der Hauptstadt Algier bestimmen markante Gebäude aus der osmanischen Zeit, wie die ungefähr aus dem Jahr 1612 stammende Ketchaoua-Moschee, das auf einem Hügel gelegene Altstadtviertel Kasbah mit seinen engen Gassen und Treppen.

Geschichte:
Das im Nordwesten Afrikas gelegene Algerien blickt auf eine über 1,7 Mio. Jahre alte Urgeschichte zurück. Erste Anzeichen der Sesshaftigkeit stammen aus der Zeit von 17.000 Jahren vor Christus. Seit Beginn historischer Überlieferungen, wurde das heutige Algerien von Berbern besiedelt, später wurden Teile des Landes von Karthagern eingenommen und schließlich von Rom. In den Jahren 250 v. Chr. bis 105 v. Chr. folgten 3 Punische sowie der Jugurthinische Krieg, Teile des Landes wurden Rom überscherschrieben. Eine starke Streitmacht von Vandalen fand im Jahr 429 Unterstützung durch einige Berberstämme sowie Gegener der römischen Staatskirche. Den 435 geschlossenen Vertrag mit Rom, brachen die Vandalen wenige Jahre später wieder: nach der Eroberung von Sardinien, Korsika und den Balearen, plünderten sie im Jahr 455 schließlich Rom. Nach der Schlacht mit den Oströmern ging das Vandalenreich 533 unter, in den Folgejahren strebten die Berber mehr und mehr nach Unabhängigkeit, außerdem gründete Mohammed eine muslimische Koalition ,es folgten eine arabische Expansionsphase und die Islamisierung. In den folgenden Jahrhunderten folgten unzählige Eroberungen, Verluste und Machtwechsel. Als das Land im 16. Jhd. schließlich inmitten des Konflikts zwischen den Großreichen geriet, unterstellte es sich 1519 dem Osmanischen Reich, um einer Invasion Spaniens zu entkommen. Im Jahr 1830 begann die Einnahme Algeriens durch die Franzosen unter Führung von Karl X, die Widerstände gegen die Einnahme hielten weit über ein Jahrhundert an. Ab 1911 kam es zur Bildung radikaler algerischer Gruppen für den Kampf gegen die Kolonialmacht; unter Führung der Nationalen Befreiungsfront, begann 1954 der 8-jährige Algerienkrieg (Unabhängigkeitskrieg gegen Frankreich), welcher weit über 1 Million Menschenleben forderte. Im September 1962 wurde schließlich die Demokratische Republik Algerien ausgerufen. In Folge des Abzugs der Franzosen und somit dem Verlust von Fachkräften, stand Algerien nun vor erheblichen wirtschaftlichen Problemen. Als 1991 die Islamische Heilspartei (FIS) nach Gewinn der ersten freien Wahlen verboten und das Parlament aufgelöst wurde, erhitzten sich die Gemüter endgültig und es begann der Bürgerkrieg, welcher, mit Unterbrechungen, bis in die Anfänge der 2000er Jahre andauerte. Im Jahre 2004 fand eine neue Präsidentschaftswahl statt, seither amtiert Abd al-Aziz Bouteflika als Staatsoberhaupt Allgeriens. (Stand 09/2018)