Afrika
Gabun


Hauptstadt: Libreville
Staatsform: Republik
Größe: 267.667 km²
Einwohner: 2,03 Mio.
Zeitzone: UTC+1
Währung: CFA-Franc BEAC (XAF)
Sprachen: Französisch
Kurzbeschreibung:
Obwohl Gabun zu den am dünnsten besiedelten Ländern Afrikas zählt, ist es -Dank seiner Ölvorkommen- zugleich eines seiner wohlhabendsten. Gelegen an der Atlantikküste Zentralafrikas, bekam das Land seinen Namen von Seefahrern, die im 15. Jhd., auf der Suche nach einer Indien-Route, am heutigen Gabun vorbeireisten. Der Mantel (port. „gabão“) aus Nebel an dieser Stelle der Küste, ist noch bis heute Namensgeber.

Geschichte:
Die Urgeschichte Gabuns reicht weit über 40.000 Jahre zurück, wie Artefakte-Funde aus den 1880er Jahren belegen; die ältesten menschlichen Überreste Gabuns sind über 70.000 Jahre alt. Im Jahr 1472 erreichten die ersten europäischen Seefahrer Gabuns Küste, in den darauf folgenden Jahrhunderten folgten französische, englische und niederländische Seefahrer, um mit Elfenbein, Ebenholz und Sklaven zu handeln. Im 18. Jhd. setzten sich aus Handelsgründen Portugiesen und Spanier an der Küste ab, in den 1840er Jahren folgten Franzosen aus Gründen der Machtgewinnung und leiteten sich den Status eines Protektorats ab, begründet mit einem Kampf gegen den Sklavenhandel. Die Grenzziehung zwischen Spanisch-Guinea und Kamerun (dem spanischen und deutschen Gebiet) erfolgte 1900. Seine heutige Aufteilung erreichte Gabun 1946. Aufgrund der Zustände durch die Zwangsarbeit in der Kautschuk-Gewinnung, hervorgerufen durch die französische Kolonialmacht, entstanden in den 1920er Jahren die ersten Ansätze einer nationalen Bewegung. In den 1940er und 50er Jahren begannen die ersten Unabhängigkeitsbestrebungen und Parteien wurden gegründet. Am 17.08.1960 erklärte Gabun schließlich seine Unabhängigkeit, welche bis heute besteht. Amtierender Staatspräsident ist Ali-Ben Bongo Ondimba, mit der Folge immer wieder kehrender Unruhen unter der Bevölkerung. (Stand 09/2018)