Hitler, Adolf

österreich./dt. Politiker, Diktator, Massenmörder


Hitler, Adolf
Kurz & Kompakt
Geburtstag:20. April 1889
Geburtsort:Braunau am Inn
Geburtsland:Österreich
Sterbedatum:30. April 1945
Sterbeort:Berlin
Sterbeland:Deutschland
* 20. April 1889 in Braunau am Inn (Österreich)
30. April 1945 in Berlin (Deutschland)

Biographie:

Adolf Hitler war deutscher Reichskanzler, NSDAP-Vorsitzender, Diktator, kriegstreibender Feldherr und Massenmörder. Kaum eine andere Persönlichkeit hat es in der Weltgeschichte geschafft, eine so nachhaltige destruktive Wirkung zu hinterlassen. Noch bis heute beschäftigt die Folgen seines Wirkens ganze Generationen, ein Wirken, das nicht nur der deutschen Geschichte eine ganz neue Wendung gab. [1]


Kindheit und Jugendzeit (1889–1918)

Am 20.04.1889 wurde Adolf Hitler in Braunau am Inn in Österreich als Sohn des österreichischen Zollbeamten Alois Hitler und seiner Ehefrau Klara geb. Pölzl geboren. Hier wuchs er auch in den ersten Jahre auf, gefolgt von Passau, Linz und Umgebung. Im Jahr 1905 verließ er ohne einen Abschluss die Realschule, nachdem sein Vater zwei Jahre zuvor verstorben war. Ohne Ausbildung und Beruf lebte er bis 1907 in Linz einzig durch die finanzielle Unterstützung seiner verwitweten Mutter. Hitler sah sich als Künstler und Schriftsteller und versuchte es im Jahr 1907 zweimal, an der allgemeinen Malschule in Wien aufgenommen zu werden. Um sein Leben als Bohemien zu finanzieren musste er verschiedene Tätigkeiten als Hilfsarbeiter ausführen, was sich in seinem Werk "Mein Kampf" [2] allerdings ganz anders darstellte. So wohnte er nach dem Tod seiner Mutter im Jahr 1907 in verschiedenen Männer- und Obdachlosenheimen. In der Zeit bis 1913, die er in Wien verbrachte, kam er mit nationalistischen und antisemitischen Ideologien in Kontakt und verinnerlichte sich dieses Gedankengut, wodurch die Abneigung Hitlers gegen Liberalismus und Marxismus stetig wuchs. [3]

Im Jahr 1913 verließ Hitler Wien Richtung München, damit er sich dem österreichischen Militärdienst entziehen konnte. Allerdings wurde er von den österreichischen Behörden in Deutschland ermittelt und zur Musterung zurück beordert. Obwohl er für untauglich erklärt wurde, meldete sich freiwillig als Meldegänger zum bayrischen Reserve-Infanterie-Regiment. Auch wenn er nie über den Rang eines Gefreiten hinaus kam, hatte er entscheidende Erlebnisse im Krieg, die ihn prägten. Für die Kapitulation im November 1918 waren seiner Meinung nach Marxisten und Juden gleichermaßen verantwortlich.

 
Der politische Aufstieg (1918-1933)

Im Jahr 1919 besuchte Hitler im September zum ersten Mal die Versammlung der DAP (Deutsche Arbeiterpartei) und trat dieser sofort bei. Hier wurde er recht schnell zum Propagandachef und Versammlungsredner. Im Februar des Jahres 1920 wurde die DAP in NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei) umbenannt. Hitler selbst wurde zum Sprachrohr dieser Partei und gestaltete sie immer mehr nach seinen Vorstellungen, wodurch die Hitlerbewegung ihren Anfang nahm. Hitler konnte gut reden und schaffte es so in kurzer Zeit, gegen die Weimarer Republik und den Vertrag von Versailles zu agitieren. Die Partei erfreute sich eines großen Zulaufes, worauf Hitler am 29.07.1921 zum Vorsitzenden der NSDAP gewählt wurde.

Am 09. November 1923 wurde der von ihm unterstütze Putsch niedergeschlagen und die NSDAP verboten. Hitler flieht, kann jedoch in Uffing in Bayern verhaftet werden. Daraufhin wird Hitler zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt. Hier verfasst er den ersten Band seiner Schrift "Mein Kampf". Im Dezember 1924 wird er frühzeitig aus der Haft entlassen. Nur zwei Monate später wird die NSDAP  neu gegründet. Am 30. April 1925 wird Hitler aus der österreichischen Staatsbürgerschaft entlassen, gilt als staatenlos. Gleichzeitig wird ihm ein Redeverbot von Preußen und Bayern auferlegt. Zwei Jahre später wird das Redeverbot in Bayern aufgehoben, erst weitere anderthalb Jahre später auch das Redeverbot in Preußen. So kommt es am 16. November 1928 zur ersten Rede im Sportpalast in Berlin. Im Oktober des Jahres 1931 folgt eine Aussprache mit Reichspräsident Paul von Hindenburg, gleichzeitig wurde die Harzburger Front durch NSDAP, DNVP, Stahlhelm und Alldeutschem Verband gebildet. Am 26. Februar 1932 erhielt Hitler die deutsche Staatsbürgerschaft.

Ab sofort ist Adolf Hitler nicht mehr aufzuhalten. Bereits im März des Jahres 1932 erhält er im ersten Wahlgang zum Reichpräsidenten etwa 30% aller Stimmen. Im April im zweiten Wahlgang sind es bereits 37%, doch Hindenburg wird als Reichspräsident wieder gewählt. Am 30. Januar 1933 wird Hitler vom diesem zum Reichskanzler ernannt.


Die Jahre ab der Amtseinführung bis zum ersten Weltkrieg (1933-1939)

Immer wieder reiste Hitler in diesen Jahren zu seinem Rückzugsort auf den Berghof im Berchtesgardener Land. Hier entwickelte er seine Ideen und verfasste den 2. Band von "Mein Kampf". Auf dem Berghof empfing er zahlreiche Gäste, politischen Wegbegleiter, Militärs und zahlreiche Staatsoberhäupter. Mit dabei immer seine Verlobte und spätere Frau Eva Braun, sowie seine Sekretärin Traudl Junge, die ihre Eindrücke vom Berghof im Buch "Bis zur letzten Stunde" verarbeitet hat. Früher nur ein kleines Anwesen lies Hitler den Berghof um- und ausbauen, er wurde zur Festung. Hier plante er die Vernichtung der Juden, Sinti und Roma. Der Höhepunkt des Rassenwahns gipfelte im Erlass der Nürnberger Gesetze am 5. September 1936. Fortan war es Ariern unter Strafe verboten, geschäftlich, freundschaftlich oder gar familiär wie z.B. durch Heirat, mit Juden in Kontakt zu treten. [1]


Die Kriegsjahre (1939–1945)

Mit dem Angriff auf Polen am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg. Zweck des Angriffs war, die polnische Intelligenz sowie die polnischen Juden zu vernichten. Bereits am 3.September reagierten Frankreich und England mit einer Kriegserklärung. Bereits im April 1940 wurde auf dem Weg nach Norden Dänemark eingenommen, ein Monat später die Niederlanden und Belgien. Bis zum Kriegsende lies er Millionen von europäischen Juden in Konzentrationslager bringen und ermorden. Oft wurde später darüber spekuliert, ob Hitler etwa unter Autismus, Asperger, einer psychischen Erkrankung oder ähnlichem gelitten hat, was jedoch nie wirklich bewiesen werden konnte.

Claus Schenk Graf von Stauffenberg verübte am 20.07.1994 ein Attentat im Führerhauptquartier der Wolfsschanze, welches allerdings misslang. Hitler erlitt nur leichte Verletzungen. Der Putsch wurde niedergeschlagen und v. Stauffenberg zusammen mit anderen hohen Militärs erschossen.

Der Krieg war dennoch bereits fast verloren. Als es im Jahr 1945 aussichtslos wird, zieht er mit seiner langzeitigen Geliebten Eva Braun in den Bunker der Reichskanzlei in Berlin. Hier heiratet er Eva Braun am 29. April. Nur wenige Stunden später, begehen Hitler und Braun Selbstmord. Sie lassen sich verbrennen, damit Ihre Leichen nicht in den Besitz der Siegermächte kommen.  


Quellenangaben:

[1] Hitler, Adolf: Mein Kampf – Eine kritische Edition Band I und II, Institut für Zeitgeschichte , 2016
[2] Hitler, Adolf: Mein Kampf – Eine kritische Edition Band I, Institut für Zeitgeschichte , 2016 S.145 -172
[3] Hitler, Adolf: Mein Kampf – Eine kritische Edition Band I, Institut für Zeitgeschichte , 2016, S. 173 ff.
[4] Didyk, Michaela: Diktatoren – Die größten Tyrannen und Despoten der Weltgeschichte, Tosa, Wien, 2000, S.46 f.
[5] Junge, Traudl: Bis zum bitteren Ende: Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben, List Taschenbuch, 2003